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Arbeitsleistung, Identitat und Markt: Eine Analyse by Gabriele Faßauer

By Gabriele Faßauer

Im Folgenden wird eine strukturierte Einfuhrung in das Thema der vorliegenden Arbeit gegeben. Es erfolgen die Darstellung der Zielstellungen und die Offen- gung des Untersuchungsganges. Im ersten Teil der Einleitung geht es darum, die generelle Problemstellung der Arbeit her zuleiten und diese in der aktuellen (Forschungs-)Realitat zu positionieren. Des Weiteren werden die in der Arbeit zu behandelnden Untersuchungsbereiche der marktformigen Leistungsste- rung, der Identitat und der Anomie kurz vorgestellt sowie in ihrem zu analysierenden Zusammenhang erlautert. Im zweiten Teil der Einleitung werden die sich hieraus ergebenden Zielstellungen spezifiziert und der Aufbau der - beit erklart. 1.1 Problemskizze Gegenwartig lassen sich in Arbeitsorganisationen wesentliche Veranderungen bei der Steuerung menschlicher Leistung verzeichnen. Arbeitsorganisationen sind dabei solche organisationalen Gebilde, in denen die Mitgliedschaft und der Beitrag der Mehrheit der beteiligten Akteure nicht auf inhaltlich geteilten - tivlagen beruhen, wie z.B. bei politischen Parteien, Vereinen etc., sondern im Tausch gegen organisationale Gegenleistungen gewahrt werden (vgl. Schimank 2005). Unternehmen und offentliche Verwaltungen zahlen beispielsweise zu dieser Kategorie von Organisationen. Der Fokus der vorliegenden Arbeit wird auf aktuelle Tendenzen der Leistungssteuerung in erwerbswirtschaftlichen - ganisationen gerichtet. Unter Leistungssteuerung konnen alle organisationalen Aktivitaten der Schaffung und der Anwendung von Rahmenbedingungen und Instrumenten verstanden werden, die der Anpassung des Verhaltens und der Handlungen der Organisationsmitglieder an die Ziele der organization dienen und in der Weise Leistung definieren."

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Die Studie von Krömmelbein 1996). So beeinflusst etwa das Maß der Fragmentierung von Interaktionsbereichen in einer Gesellschaft oder deren Veränderungsdynamik die Vielfalt an Selbsterfahrungen für Individuen und damit deren subjektive Identitätsbildung. Vor diesem Hintergrund ist auch zu sehen, dass das Phänomen der menschlichen Identität vornehmlich aus der Perspektive der gesellschaftlichen Entwicklung zur Moderne thematisiert und problematisiert wurde (vgl. Baumeister 1986; Habermas 1988; Zima 2000; Zima 2001, S.

Joas 2000, S. B. die Schule, lernt Spielkameraden kennen, engagiert sich für eine politische Partei, wird Mitglied in einem Sportverein usw. - wird also kurzum mit verschiedensten sozialen Interaktionsbereichen bzw. sozialen Institutionen (vgl. B. Krömmelbein 1996 zur „Institution Erwerbsarbeit“) konfrontiert. Damit sich das Individuum hier einordnen kann, ist es notwendig, dass es lernt, die Perspektive der jeweiligen Bezugsgruppen auf sich selbst einzunehmen. Nur auf diese Weise schafft es für sich einerseits die Möglichkeit, in dem sozialen Kontext koordiniert zu handeln und andererseits sein eigenes Verhalten zu bewerten und damit eine subjektive Identität zu entwickeln.

Die Reaktion auf diese Situation, so wie sie in seiner unmittelbaren Erfahrung aufscheint, ist unbestimmt - und das macht das „Ich“ („I“, Anm. d. “ (Mead 1973, S. 218f). Das „I“ ist demnach dafür verantwortlich, dass dem menschlichen Handeln immer das Potential der Unbestimmtheit innewohnt. In diesem Sinne bildet das „I“ zum anderen das Potential zur kreativen Beantwortung von Handlungsproblemen und kann damit auch Motor sozialer Veränderungen sein (Mead 1973, S. ). Stryker formuliert hinsichtlich dieses Potentials: 39 „…according to Mead, the self continuously reacts (through an „I-me“ dialectic) to the society that shapes the self.

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